So werden Bambis gerettet – alles zur Rehkitzrettung in Heidenheim

Seit dem vergangenen Jahr kommen Drohnen zur Aufspürung von Rehkitzen im Landkreis Heidenheim zum Einsatz. Die Kreisjägerschaft und die Bundesrettungshunde (BRH) Abteilung Heidenheim mit sechs Mitgliedern haben bis heute beachtliche 132 Rehkitze gerettet. Allein in diesem Jahr konnten bereits 73 Kitze vor dem Mähtod bewahrt werden.

Die Kreisjägervereinigung Heidenheim, vertreten durch den Hegeringleiter Alb und den stellvertretenden Kreisjägermeister Wolfgang Straub, sowie die BRH, haben sich zum Ziel gesetzt, so viele Kitze wie möglich vor dem sicheren Mähtod zu bewahren. In Zusammenarbeit mit den Landwirten konnten bereits zahlreiche Jungtiere gerettet werden, da die Setzzeit in vollem Gange ist. Rehkitze sind aufgrund ihrer fehlenden Fluchtbereitschaft und ihrer Tarnung durch weiße Punkte auf dem Rücken sowie den fehlenden Eigengeruch für Räuber schwer wahrnehmbar. Oftmals sind sie auch für den Landwirt mit bloßem Auge nicht erkennbar.
Um unnötiges Tierleid zu verhindern, gründete die Kreisjägervereinigung Heidenheim vor zwei Jahren den Verein „Kitzrettung e.V.“ mit freiwilligen Helfern. Mithilfe von zwei Drohnen werden in den sechs Jagdbezirken im Kreis Heidenheim Wiesen und landwirtschaftliche Flächen vor der Mahd nach Rehkitzen durchsucht. Die Drohnen sind mit Wärmebildkameras ausgestattet, die die Wärmezeichnung des Wildkörpers sichtbar machen und so zu einer erfolgreichen Suche und Rettung der Rehkitze führen. Die Kitzretter werden per Funk zur richtigen Stelle dirigiert, nachdem die Drohne das Rehkitz entdeckt hat. Nach dem Auffinden wird das Rehkitz in einer Box nahe der Fundstelle am Waldrand in Sicherheit gebracht. Nach der durchgeführten Wiesenmähung des Bauern wird es wieder in die Freiheit entlassen, wo es von seiner Rehmutter wieder in Obhut genommen wird.
Die Kitzrettung wird von Hegeringleiter Alb und stellvertretendem Kreisjägermeister Wolfgang Straub und seinem Team von ehrenamtlichen Drohnenpiloten und Kitzrettern geleitet. In der Zeit von Anfang Mai bis Ende Juni durchsuchen sie in den frühen Morgenstunden die Wiesen nach Rehkitzen, um die Jungtiere vor dem Mähtod zu bewahren.
Ob Jäger, Naturfreund oder Landwirt – die Kreisjägervereinigung Heidenheim freut sich über jede Unterstützung bei der Jungwildrettung. Für weitere Auskünfte und Informationen steht Ihnen der Hegeringleiter Alb, Wolfgang Straub, unter der Telefonnummer 0172 7642408 gerne zur Verfügung. Der Einsatz ist für die betroffenen Landwirte und Revierpächter kostenfrei und wird durch die KJV Heidenheim getragen. Daher ist neben dem ehrenamtlichen Engagement auch finanzielle Unterstützung für dieses vorbildliche Projekt erforderlich.