Achtung Krötenwanderung

Rücksicht während der Krötenwanderung – Ein Appell an alle Verkehrsteilnehmer

Jedes Jahr im März und April, wenn die Temperaturen steigen und feuchtes Wetter einsetzt, beginnt in unserer Region ein besonderes Naturschauspiel: die Krötenwanderung. In den Abend- und Nachtstunden machen sich unzählige Amphibien auf den gefährlichen Weg zu ihren Laichgewässern – oft quer über stark befahrene Straßen.

Als aktiver Tierschützer beim Förderverein für den Tierschutz in Ostwürttemberg möchte ich alle Menschen daran erinnern, wie wichtig es ist, in dieser Zeit besonders achtsam zu sein. Kröten, Frösche und Molche spielen eine bedeutende Rolle im Ökosystem: Sie regulieren Insektenpopulationen, dienen anderen Tieren als Nahrung und tragen zur natürlichen Balance bei. Ihr Schutz ist daher nicht nur ein Akt der Mitmenschlichkeit, sondern auch ein Dienst an der Natur.

Wir Tierschützer investieren in dieser Zeit viel Herzblut, um die Tiere sicher über die Straße zu bringen – bei Wind und Wetter, oft spät abends oder früh morgens. Unsere Arbeit rettet Leben. Bitte unterstützen Sie uns dabei:

•   Fahren Sie langsam in gekennzeichneten Wanderzonen.

•   Beachten Sie Hinweisschilder und Straßensperrungen.

•   Verzichten Sie auf unnötige Autofahrten in betroffenen Gebieten während der Wanderzeiten.

Ihr Verständnis und Ihre Rücksicht retten Leben – und geben unserer ehrenamtlichen Arbeit die Wertschätzung, die sie verdient.

Danke im Namen aller Kröten und Tierschützer!

Wussten Sie schon?

Schon bei nur 10 km/h Geschwindigkeit kann ein Auto den Tieren das Leben kosten – nicht durch Überrollen, sondern durch den Unterdruck durch den Soog, der den Kröten buchstäblich die Lungen herausreißt. Auch ein „vorsichtiges Überfahren“ ist für die Tiere tödlich.

Bleiben wir also aufmerksam. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die in diesen Wochen von den Tierschützern leistet werden.
Anbei die Fotos. (Krötenzaun zwischen Eybach und Roggenmühle). Im Bild: Bernd Tochtermann, Walter Dittrich, Maike Wagner-Dittrich, Stephanie Linkenheil mit Sohn.

Eure Maike Wagner-Dittrich